Home Gefühle 3 Gründe warum Du nicht länger erwarten solltest ‚endlich anzukommen‘

3 Gründe warum Du nicht länger erwarten solltest ‚endlich anzukommen‘

written by Alexandra 22/10/2015

Kennst Du das? Du beginnst etwas Neues und spürst: Das ist es! Diesmal habe ich den Traumjob! Du ziehst um und denkst: Das ist es, endlich bin ich an dem Ort, an dem ich alt werden will!

Nach 6 Monaten, 1 Jahr, 2 Jahren merkst Du: Du bist wieder gelangweilt.

Ernüchterung.

Jetzt bin ich 37 und weit entfernt von angekommen.
Manchmal ist meine Perspektive weg. Ich werde müde. Ich will dann nur noch rumliegen und schlafen.
Wieder Steine umdrehen und gucken was drunter ist? Wozu das Ganze? Was macht mir denn überhaupt 100% Spaß und erfüllt mich?

Meine ernüchternde Antwort: 100%? Nichts!

Meine Erwartung ist, dass ich mit Mitte 30 doch mal wissen müsste, was ich will. Was ich jetzt anfange, muss doch mal zu mir passen und ich muss doch einfach mal dabei bleiben.

Und dann dachte ich: Wieso denn eigentlich?

1. 40 ist das neue 30. Mindestens

Meine Generation wurde darauf gepolt etwas aus sich zu machen. Einen guten Job, ein schickes Haus, gutes Gehalt, Familie, Rente. Dann bist Du was. Bis 40 ist der Hauptteil Deines Lebens eigentlich durch.

Ich bin nun 36 und mir geht der Arsch auf Grundeis. In was bin ich denn gut? In nichts? Kein Wunder, dass ich nicht erfolgreich bin. In vier Jahren bin ich offiziell alt und habe nichts erreicht.

Scheissgedanke. Der motiviert Null. Im Gegenteil, manchmal fühlte ich mich, als wolle ich mich erschiessen. Sofort.

Fakt ist, dass wir heute immer länger jung sind. Dass wir noch nie so viele Chancen hatten. Erinnerst Du Dich an die Frau, die mit 65 noch Vierlinge bekam? Ok, nicht mein Vorbild, aber es ist machbar. Ich kenne Menschen, die mit 47 ein Startup im Filmgeschäft gründen.

Wenn Du Dich fit fühlst und es Dich glücklich macht tu es!

2. Du bist vielleicht ein Scanner

„Scannertalente haben eine unbändige Neugier auf eine Vielzahl von Themen, die keine Logik dahinter erkennen lassen, und wollen sich am liebsten mit all ihren Ideen sofort und gleichzeitig beschäftigen“ schreibt Anne Heintze in der Open Mind Akademie.
Dort gibt es auch einen Test, der Dir herausfinden hilft, ob Du einer bist.

Ich bin es definitiv. Und darf mich von der Erwartung befreien, dass ich jemals diese eine Sache finden werde, die mich dann für immer glücklich macht.

Das mag für den Großteil der Menschen vielleicht passen. Für mich einfach nicht.
Ich darf das akzeptieren und einfach für jeden Tag dankbar sein an dem ich eine Aktivität habe die mir Spaß macht.

3. Persönlichkeitsinseln schwimmen weg

Kürzlich sagte mir jemand, dass er bestimmte Vorlieben erst mit Ende 30 entdeckt hat, als er sich besser kennenlernte.

Gestern schaute ich „Alles steht Kopf“, ein Animationsfilm über die Gefühle eines jungen Mädchens und was die in ihrem Kopf so anrichten. Das Mädchen hatte entsprechend ihrer Vorlieben und Kernerinnerungen verschiedene Persönlichkeitsinseln. Eine für rumblödeln, für Freundschaft, für Familie und für Eishockey, ihr großes Hobby. Als sie in eine andere Stadt ziehen musste verschwinden diese Inseln, bis sich neue bilden aus neuen Erfahrungen.

Mir hat das gezeigt, dass es einfach für verschiedene Phasen im Leben auch verschiedene Neuorientierungen im Hirn gibt. Da wir keine Festplatten sind funktioniert das Ganze nur langsamer. Du löschst nichts Altes und lädst ein neues Programm hoch, fertig. Altes wird manchmal nur schmerzhaft gelöscht und für Neues brauchst du neue Erfahrungen.

Das braucht manchmal Zeit. Gib sie Dir.
Wenn sich Dein Hirn neu orientiert hat folgen neue Ideen und Erfahrungen wie von alleine! Breche nichts über’s Knie.

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