Home Gefühle Wenn es mal wieder keine Veränderung gab…

Wenn es mal wieder keine Veränderung gab…

written by Alexandra 29/09/2015

Manchmal frage ich mich wirklich, was ich in den letzten fünf Jahren gelernt habe und welche Veränderung es gegeben hat. Ich habe eine NLP Coachingausbildung gemacht, habe systemisches Coaching gelernt, bin interkultureller Trainer, habe Mentaltraining und Intuitionscoaching ausprobiert und bin ausgebildet in Trauer- und Sterbebegleitung. Und trotzdem habe ich immer wieder das Gefühl, dass ich nicht so wirklich weiterkomme.

Meine Coach würde mich nun fragen: ‚Aha, Sie kommen also gar nicht weiter. Nichts hat sich in den letzten fünf Jahren in Ihrem Leben verändert? Gar nichts?‘
Und ich antworte dann: ‚Natürlich hat sich ‚was‘ geändert, aber nicht so, wie ich wollte…‘
Und das ist der Punkt an dem sie mir ins Wort fällt, lacht und sagt: ‚Aha, aber Sie sind heute traurig zu mir gekommen, weil Sie das Gefühl hatten, dass sich in Ihrem Leben rein gar NICHTS verändert hat?!‘
Lektion gelernt.

‚Spiritualität verleiht Dir keine Superkräfte. Aber sie hilft Dir dabei, Dich in Deine Menschlichkeit zu verlieben‘ – Danielle Laporte

Wir machen Yoga, Psychotherapy, trinken grüne Smoothies, lernen Gewaltfreie Kommunikation, gehen in die Paarberatung oder beten. Und trotzdem sind wir mit uns unzufrieden, verlassen nicht den Job, den wir nicht mehr wollen, erzählen dem anderen nicht von unseren Gefühlen oder fühlen uns als Opfer.
Ziemlich enttäuschend, nicht wahr?

Nun, so lange wir uns dessen bewusst werden und in der Lage sind zu reflektieren, zu erforschen, was uns antreibt, warum wir unzufrieden sind und uns in unserer eigenen Unzulänglichkeit akzeptieren sind wir immer noch auf dem richtigen Weg.
Wandern macht auch dann noch Spaß und ist erfolgreich, wenn Du eine Blase hast oder der Schuh drückt. Du klebst dann ein Pflaster auf oder wechselst die Schuhe, aber Du machst weiter. Auch, wenn es ein bisschen weh tut. Am Ende freust Du Dich umso mehr, dass Du durchgehalten hast. Und bist vielleicht überrascht, wie schnell sich Dein Körper erholt nach einer Nacht im kuscheligen Bett.

Also, kleb Dir ein Pflaster auf, tu etwas, dass Dir gut tut, entspanne, halte ein, aber mach weiter. Übe Dich in Akzeptanz für das was ist. Schlechte Zeiten sind unangenehm, darüberhinaus kommen wir oftmals stärker raus, als wir reingegangen sind. Umso mehr Widerstand wir leisten, umso mehr drückt der Schuh.  Sei sorgsam mit Dir selbst. Hole Dir Hilfe. Aber vor allem: Hab Dich selbst lieb für Dein Ich, dass Du bist!
(Ich bin mir sicher, dass es heute und jetzt mindestens einen sehr guten Grund gibt, warum Du Dich lieb haben kannst!)

P.S.: Wenn Du das jetzt noch visuell untermalen möchtest -vor allem den Teil mit dem Wandern und dem Pflaster-, schaue Dir ‚The Great Trip‘ an. Echte Empfehlung!

P.P.S.: Wenn Du ‚Hilfe‘ brauchst, einfach mal reden möchtest oder en bisschen reflektieren, schaue hier

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