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Die Dankbarkeitschallenge – Warum tägliche Dankbarkeit Dich zufriedener macht

written by Alexandra 28/02/2015

Dieser Artikel ist entstanden im Rahmen einer Blogparade zum Thema Dankbarkeit bei marastix.com.

Eigentlich ist Dankbarkeit ja ein sehr großes Thema, über das sehr viel geschrieben werden kann. Für mich besteht es tagtäglich aus einer kleinen Übung, die ich hier mit Dir teilen möchte:

Vor zwei Jahren machte ich eine kleine Trainerausbildung für ein ehrenamtliches Projekt. Der Fokus lag nicht nur auf Methoden und Didaktik, sondern auch darauf, wie wir als Trainer unseren Trainingsteilnehmern begegnen, wie wir uns vor dem Training ausrichten. Zwischen unseren Ausbildungswochenenden lagen ca 6-8 Wochen und am Ende jedes Trainingswochenendes erhielten wir eine Challenge. Soweit so gut.
Die auszubildenden Trainer in meiner Gruppe und ich selbst kamen aus ganz Deutschland, sogar der Schweiz. Ich war daher ziemlich genervt als es hiess, dass wir die Challenges in Kleingruppen machen sollen. Wie soll das denn gehen?

Eine der ersten Challenges lautete:

Sei jeden Tag dankbar für drei positive und drei negative Dinge in Deinem Leben! Erzähle Deinem Challengepartner jeden Tag, welche sechs Dinge das sind!

Wow.
Ich kannte meinen Challengepartner noch nicht wirklich gut. Aber hier waren wir nun. Wir tauschten Nummern und verabredeten uns jeden Tag per WhatsApp unsere drei positiven und drei negativen Dankbarkeitspunkte zu schreiben.

Nun, für positive Dinge dankbar zu sein fällt uns meistens leicht. So leicht, dass wir es oft vergessen.
Oder wann warst Du das letzte Mal dankbar für Deinen Dich liebenden Partner? Dein schönes Haus? Deinen Job? Deine Gesundheit? Deine schönen Augen?

Doch für negative Dinge dankbar sein…?

Nach ein paar Tagen schrieb mir mein Challengepartner sowas wie: „Ich bin danbkar für den Streit mit meiner Freundin, denn er hat mir gezeigt wie wichtig sie mir ist, was ich fast vergessen hatte.“

Bäämm!
Ich sass in der Strassenbahn auf dem Weg zur Arbeit und seine Nachricht hat mich total erwischt. Ich hatte Tränen in den Augen!
Ich war zutiefst gerührt von seiner Offenheit, Ehrlichkeit und Verletzlichkeit! Obwohl er vom Streit mit seiner Freundin schrieb, war da keine Aggression, keine Sturheit im Recht sein zu müssen, kein Schmollen oder Beleidigtsein.
Er hatte die Situation durch die Dankbarkeitschallenge in einem komplett anderen Licht sehen können. Kein Ego, kein ‚ich-weiss-es-besser‘.

Ich war an der Reihe und schrieb:
„Ich bin dankbar für meine Unzufriedenheit in meinem Job, denn sie zeigt mir, welche anderen Wünsche und Ideen ich eigentlich habe.“ Gleichzeitig durchflutete mich ein Gefühl von Energie und Aktionismus.
So viele Ideen, die wollen umgesetzt werden! Ich sass nicht wie jeden morgen müde und demotiviert in der Bahn, ich fantasierte in meinem Kopf herum und malte mir aus, was ich alles erreichen kann mit meinen Ideen.

Seit dieser kleinen Challenge frage ich mich in jeder schwierigen Situation „Was lerne ich hieraus?“, „Welche Möglichkeit verbirgt sich hier für mich?“.
Automatisch bewegt sich dann meine negative, feststeckende Energie hinzu auf etwas positives. Auf eine Problemlösung oder auf eine Option, die schon da ist, die ich nur noch ergreifen muss, aber sonst vielleicht gar nicht gesehen hätte.

Ja, es braucht ein wenig Übung. Aber wenn Du das einmal verinnerlicht hast und Dich traust Dir immer wieder die Frage zu stellen „Wofür bin ich in dieser Situation dankbar?“ dann hast Du eine kleine Pandorabox geöffnet.

Mit wem kannst Du ab sofort täglich die Dankbarkeitschallenge machen? Es geht auch mit mehr als zwei Personen.
Schreibt Euch täglich drei positive und drei negative Dinge, für die Ihr dankbar seid.
Kommentiert den Inhalt des Anderen nicht. Dankt Euch für Eure Offenheit, wünscht Euch einen schönen Tag und lasst es wirken.

Du hast Erfahrungen mit der Dankbarkeitschallenge gemacht? Teile sie gerne mit uns!

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